Institutsansicht 2005
Das Vermitteln zwischen den Disziplinen, vor allem der Kunst und der Musik, veranlasste Gerd Jansen im Jahre 2000 zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Christine Jansen, zur Gründung eines Ausstellungs- und Konzertraumes. Der Name "Institut für bildnerisches Denken" kann dabei wie eine Kurzbiographie seines eigenen Weges gesehen werden. Er schreibt dazu: "Der neuzeitliche Wunsch, das subjektive Reich von Imagination und Kunst von dem des berechnenden Verstehens der Wissenschaft zu trennen, ist in seiner Radikalität nicht in Erfüllung gegangen. Vielmehr haben sich seit Urzeiten Wahrnehmen, Denken und Handeln als untrennbar und in dieser Einheit als überlebenswichtig erwiesen. Bildnerisches Denken ist ein Denken auf der Grundlage praktischen Erfahrens im Schaffensprozess selbst. Die Idee  im Spannungsfeld zwischen intuitiv Erspürtem und rational Erdachtem  sucht die ihr gemäße Form der Anschaulichkeit im bildnerischen Prozess. Die Komplementarität aus Wahrnehmen, Denken und Handeln bedingt, dass praktische künstlerische Betätigung nicht ohne theoretische Auseinandersetzung möglich ist. - Keine Kunst ohne Wissenschaft und keine Wissenschaft ohne Kunst. Der Name Institut für bildnerisches Denken steht für diese einheitliche Erkenntnisbestrebung."

Abbildung:  Instituts-Ausstellungs- und Konzertraum, 2005