Aluminiumskulptur 1988
Nach der Rückkehr aus Paris entwickelte Gerd Jansen die dort gefundenen Ideen in Material und Dimension sehr vielfältig. Alles im Kleinen erprobte, drängte zu größeren Formaten unter Berücksichtigung der entsprechenden Materialbedingungen von rohen Fichtenbrettern, MDF-Platten, Stahl und Aluminium. Um den Baustein-Charakter immer transparent zu halten, wurden ausschließlich Steck- und Schraubverbindungen gewählt. Die Stofflichkeit dieser Werke und die natürlich erheblich gesteigerten Perspektivmöglichkeiten, gaben den minimalistischen Kernideen eine verstärkte Präsenz.
Die Variabilität der Grundzustände brachte eine große Dynamik in die Arbeiten von Gerd Jansen. Obwohl er die meisten Arbeiten selbst ausführte, entstanden vier Arbeiten in Kooperation mit Auszubildenden im Fach Metall: zwei Aluminiumskulpturen, eine Stahlarbeit und ein Edelstahlbrunnen sowie eine Holzskulptur in Kooperation mit einem Schreinerei-Betrieb.
Verstärkter Materialeinsatz setzt aber auch schnell Grenzen, der Lagerung und nicht zuletzt finanziell. So fand diese Werkphase um 1989 leider ein vorläufiges Ende und wurde erst vier Jahre später in anderer Konstellation wieder aufgenommen.

Abbildung:  Aluminiumskulptur in Kleve, H: 4 m, 1988