Stahlskulptur 1983
Die Besinnung auf das naturwissenschaftliche Temperament wies den Weg zur ersten homogenen Skulpturengruppe. Aus einem selbst angelegten Baukasten entstanden variable Instrumente. Die Sprache der physikalischen Versuchsaufbauten lieferte dazu die Vorlage. Gleiche Elemente wie Stangen, Gelenke, Federn, Gewichte, fanden zu immer neuen Anordnungen.
In dieser Werkphase löste sich Gerd Jansen von der engen Vorstellung eine direkte Umsetzung des musikalischen Vorbildes erreichen zu wollen. Elementare Formmöglichkeiten mussten gefunden werden. Gerd Jansen erkannte im Instrumentalen dieser physikalischen Skulpturen den Bausteincharakter, der Zustands- und Formänderungen durch Verschieben der Aufbauelemente ermöglichte. Auch in der Musik entstehen Töne und Klänge durch Veränderungen an den Musikinstrumenten.
Wenn auch diese Werkgruppe, trotz deutlicher Eigenständigkeit, noch weit von der gestellten Aufgabe entfernt ist, zeigt sie ebenso klar die Suche nach einer elementaren Sprache, die Kunst, Musik und Naturwissenschaft umfassen soll. Der in diesem Zusammenhang verwendete Gedanke des "Bausteins" war die wichtige Erkenntnis für die kommende Entwicklung.

Abbildung:  Physikalische Skulptur, Stahl, H: 102 cm, 1983